


Aktion “Teichrenovierung”
Nach schätzungsweise 25 Jahren war unser Teich völlig zugewachsen. Ausserdem war die Folie inzwischen undicht, und die Farbe der Folie gefiel uns auch nicht.
Also wurde zuerst mal das Wasser abgepumpt. Dabei mussten die Pumpen Höchstleistung bringen: Zum Schluss war schliesslich nur noch flüssiger Schlamm zu bewegen. Hier wird mal wieder eine Pumpe gereinigt. Unter der Fachaufsicht des Molche rettenden Nachwuchses.
Jetzt müsste man nur noch an den Schlauch kommen...

Nach dem Pumpeneinsatz folgt der Körpereinsatz: ca. 4-5 cbm Wurzelwerk und Schlamm mussten aus dem Teich geholt werden. Das war nicht nur anstrengend, sondern es roch auch nicht wirklich gut. Aber mit Stephans Hilfe war auch das recht schnell geschafft.




Schlamm und Wurzeln, wohin das Auge blickt. Erst schaufeln, dann schöpfen, dann wieder schaufeln, nochmal schöpfen...



Geschafft! Wir waren wirklich überrascht, wie tief der Teich nun wieder werden würde. Das war schliesslich vorher nicht zu erkennen.
Natürlich wurde das neu freigelegte Interims-Biotop in kürzester Zeit von einer familieneigenen Spezies bevölkert: Mit Begeisterung nahmen junge Schlammspringer das bisher zur verbotenen Zone gehörende Gebiet sofort in Besitz.

Hier kann man es deutlich sehen: Sehr dichter Bewuchs und eine unerwünschte Monokultur. Ausserdem war der Teich nicht mehr frostsicher, da er nicht mehr tief genug war.
Der neue Teich sollte eine grössere und flachere Pflanzzone bekommen. Dazu haben wir die alte mit dem vorhandenen Schlamm aufgefüllt und dann mit neuem Sand ausgeformt. Das gab eine schöne stabile Grundlage.



Nun konnte endlich die neue Folie eingelegt werden. Vorher wurde die alte Folie mit einem Teppichmesser kreuz und quer durchschnitten. Das hatte folgenden Grund: Bekanntermassen war die alte Folie undicht. Dies führte dazu, dass der Grund unter der Folie zunächst feucht
war, aber nach der Trockenlegung eben austrocknete und Volumen verlor (man kann an den Bildern sehen, dass es während der Aktion sehr sonnig war). Das führte zu Hohlräumen unter der Folie. Damit diese Hohlräume nicht zu unerwünschten Spannungen in der neuen Folie führen, musste zunächst die alte spannungsfrei gemacht werden - eben durch die Einschnitte. Aus dem gleichen Grund wurde die neue Folie dann mit möglichst vielen Kreuz- und Querfalten eingeleget. Das verhindert zusätzlich die Bildung von Luftblasen unter der Folie, die bei einem späteren eventuellem Begehen des Teichgrundes unter Wasserlast zu zusätzlichen Problemen führen könnte. Wie wir die Folie eingelegt haben ist in den nächsten Bildern gut zu erkennen.


Nun konnte endlich das Wasser eingelassen werden. Wir hatten das Glück, von Nachbar Kurt bestes Teichwasser einleiten zu können. So konnten wir also ohne Wartezeit sofort unseren Goldfisch und die Molche wieder in ihre neue Heimat einbürgern. Viereinhalb Stunden hat es gedauert, bis der Teich vollgelaufen war. Danach haben wir Goldie und die Molche in ihre neue Heimat übersiedelt. Die haben vielleicht gestaunt.



Während der Teich langsam volläuft, geniessen die Aktivisten verdientermassen ein ähnliches Vergnügen...

Von Stephan haben die Kinder dann noch jeder einen Goldfisch geschenkt bekommen. - und ich einen Koi.
Die vier schwimmen nun zusammen mit Goldie, unserem Oldie zusammen um die Wette und freuen sich, dass wir so gut und erfolgreich gearbeitet haben. Hier noch ein paar Bilder vom abschliessenden “Feintuning”:
Dörte und die Kinder sind viermal zum Fluss gefahren und haben bunte Steine gesammelt. Die verteile ich noch in der Flachwasserzone. Das sieht einfach besser aus und bietet den Molchen und Kröten ein schönes Versteck.



Nun ist der Teich fertig. Die Pflanzen stehen jetzt in Pflanzkörben. So ist es eher unwahrscheinlich, dass das Ganze so schnell wieder verlandet. Den Fischen geht es sichtlich gut und wir haben schon neuen Pläne: Über den Hang hinter dem Teich wäre ein schöner Wasserfall eigentlich genau das Richtige, um den Sauerstoffhaushalt zu optimieren. Ich hab schon mal angefangen...
Zuletzt bearbeitet am 16.April 2002
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